C-Map:

  • C-Map ist die Abkürzung für Coaching-Map
  • es ist eines der Hilfsmittel, welche ich von meiner Coachingzeit her weiterhin benutze
  • Coaching-Maps sind von den Klienten individuell und selbstverantwortlich geführte Hefte, Sammelmappen, Tagebücher oder Dateien
  • darin wird gesammelt was vor, während und nach den Behandlungen den Klienten individuell wichtig ist, aufgeschrieben zu werden; z.B.:
  • erarbeitete Zielsätze
  • Reflexionen
  • Bemerkungen
  • Erinnerungen
  • Zeichnungen
  • erlernte Methoden, Theorien, Übungen
  • Notizen etc.
  • weil dies ganz persönliche Inhalte sind, ist es optimal, wenn das Buch oder Heft ein Schloss hat oder die Datei dementsprechend passwortgeschützt ist 
  • meine Erfahrung zeigt, dass die Wirkung, Effizienz und Nachhaltigkeit der Behandlungen durch das Führen einer C-Map eindeutig gesteigert wird 

 

Erfolgreiche Menschen denken auf Papier!

 

Dieses Zitat - leider weiss ich nicht mehr, von wem es stammt - hat mich sehr geprägt.

Lange bevor ich so krank wurde, hing es bewusst ignoriert an einer Pinwand in meinem Büro. 

 

Ich hielt nichts vom  Aufschreiben - das hätte viel zu viel Zeit verbraucht!

Zwar liebte ich Bücher und in der Schule hatte ich nie Probleme gehabt, kreative Aufsätze zu irgendeinem Thema aus meiner Füllfeder zu befördern.

Doch selber meine Gedanken aufzuschreiben, nein niemals!

 

Abgesehen davon, hörten ja meine Gedanken quasi nie auf gedacht zu werden und liefen auf mehreren, nebeneinanderliegenden Schienen durch meinen Alltag.

Wie hätte ich das alles aufschreiben sollen?!

 

Erst nach meiner Krebs Diagnose, bzw. fast drei Jahre später, als ich nach einem Trauma Erlebnis eine retrograde Amnesie erlitten hatte und damit meine Erinnerungen weg waren, kam mir das Zettelchen an der Pinwand wieder in den Sinn.

Und ich fing an, meine Gedanken aufzuschreiben!

 

Ich schrieb nicht auf, um daran erinnert zu werden oder um nicht zu vergessen.

Es war eher eine Art, meinen Gedanken einen Ort zu geben, wo sie sein konnten.

 

In dieser Zeit hatte konnte ich zwar völlig "normal" denken, doch hatte mein Gehirn viele Inhalte meines Gedächtnisses als "aktuell nicht gebraucht" oder als "keinen Energieaufwand für solche Spielereien" deklariert.

Darunter befanden sich u.a. meine Fremdsprachen Kenntnisse, meine Fertigkeit Klavier zu spielen, das Wissen aus der Kinderhauszeit wie Kinderlieder und -verse, Rezepte und auch Inhalte, die mir gar nicht bewusst waren.

 

Durch diesen Gedächtnisverlust wurde es aber auch stiller in mir drinnen.

Es war, als ob mein Gehirn mir auf seine Art helfen wollte, Ruhe in meine vielen Gedanken, die durch die vielen Eindrücke dauernd zu mir herein kamen, zu bringen. Das war die gute Seite.

 

Die schlechte Seite war, dass ich mir wie eine betagte Frau vorkam, die mal vergisst, was sie gerade sagen wollte, was sie wohin gelegt hat und der bewusst ist, dass sie generell vieles vergessen hat, aber nicht genau weiss was.

Das machte mir damals panische Angst.

 

Das Aufschreiben meiner Gedanken half mir enorm. So hatten diese Gedanken einen Platz zum Ruhen. Manchmal las ist es nach, doch meistens nicht.

Auch fing ich an, mir Notizen über meine Ideen und Vorhaben zu machen. Ideen hatte ich immer schon viele gehabt.

Diese Notizen las ich oft nach und ergänzte sie.

 

Noch heute mache ich das so. 

Aber nicht "auf Befehl". Ich nehme mir z.B. nicht jeden Tag vor, ein zwei Sätze über das, was ich erlebt habe zu schreiben. Das geht bei mir gar nicht. Es ist dann, als ob es intern blockiert und sagt: Wir wollen keine Vorgaben wann, wie und was!

Also lasse ich dieses "regelmässige müssen" weg und schreibe wann und wie es mir danach ist. Auf diese Weise bin ich - zu meiner Freude - kreativ, konstruktiv und produktiv.

 

Dieses "Erfolgreiche Menschen denken auf Papier" habe ich auch bei meinen Klienten im Erfolgs Coaching angewandt - ebenfalls ohne Vorgaben. In vielen solchen Bereichen ist es eh üblich Trainingspläne, Ernährungstagebücher etc. zu führen.

Das Wort C-Map habe ich dann einfach mal erfunden, um nicht immer umschreiben zu müssen, was ich meine.

 

Meinen Klienten in der Praxis lege ich diese Methode sehr ans Herzen. 

Auch denjenigen, die gar nichts mit Aufschreiben und Notizen am Hut haben - jeder macht dies auf seine ganz individuelle Art. Unterdessen weiss ich von Einigen wirklich "schreibfaulen Mitmenschen" die sich eine eigene Art C-Map erschaffen haben und damit wunderbar erfolgreich sind.

 

Ich unterstütze jeden individuell wo und wie es mir möglich ist - vor, während und nach den Behandlungen.