Über mich:

  • Ich bin die Begründerin von mM©, guteGedanken©, mM-Tiefentherapie©, UnPolarity©, gudanken© und Eli's Praxis. 
  • mM entstand durch meine persönliche Lebensgeschichte. 2010 erhielt ich die Diagnose Krebs. Ein bösartiges Karzinom hatte sich in meinem Magen eingenistet. Aus medizinischer Sicht war jede Hilfe zu spät: Metastasen hatten sich schon zu weit gestreut; es hiess, ich hätte noch drei Monate zu leben. Heute lebe ich immer noch: gesund, fit und heil ;-)
  • Der Weg hierhin war steinig und schwer. Er forderte viel von mir. 
  • Die Diagnose Krebs, war schlimm für mich. Das Gute daran: So wusste ich endlich, was mit mir los war. Denn seit Jahren ging es mir damals nicht optimal.
  • Das Schlimmste für mich am Ganzen aber war nicht die Diagnose, sondern dieses medizinische mich einfach Im-Stich-lassen. Das liess mich jegliches Vertrauen in Alles verlieren. 
  • Ich glaubte niemanden mehr, liess mich auf gar nichts mehr ein und erzählte lange niemandem davon.
  • Als Kind hatte ich nicht wirklich gelernt, wie sich Vertrauen anfühlt. Ich entspringe nicht einer Familie, in der Halt, Liebe und Sicherheit gewährleistet ist. Ich denke, dies verstärkte meine damalige Reaktion.
  • Mein Körper zwang mich auf seine Art einen neuen Weg einzuschlagen. Einen Weg der mir fremd war. Einen Weg hin zum Vertrauen. Er zwang mich wortwörtlich auf den Weg zu meinem ganz eigenen Glück.
  • Dieser Weg hinterlässt nun um die zwanzigtausend Stunden Meditation, unsäglich viele Tränen, Misserfolge, Verluste und Rückschläge.
  • Dieser Weg hinterlässt aber auch einen enormen Erfahrungs- und Wissensschatz, einen starken inneren Frieden, eine weite innere Freiheit und eine unerschütterliche wahre Liebe in mir drin.
  • Niemandem wünsche ich so einen Weg. Niemandem empfehle ich es mir gleich zu tun. Trotzdem möchte ich diesen Weg für mich persönlich nicht mehr missen!
  • Heute bin ich glücklich, erfüllt und froh, mein Wissen anderen Menschen zugute kommen lassen zu können.

Ursprünglich komme ich aus der Hotellerie.

Mein Traumberuf war: professionelle Gastgeberin.

 

Mit vierzehn schon, habe ich in Restaurants ausgeholfen und mir so - neben der Schule - etwas Taschengeld verdient. 

Mit siebzehn brach ich das Gymnasium ab, um bewusst auf dem praktischen Weg die Hotel-Karriereleiter hoch zu klettern. 

Ich erlernte den Beruf der Hotelfachassistentin im Bellevue Palace in Bern und zehn Jahre später, feierte ich den Diplomabschluss an der Hotelfachschule Luzern.

Ich war sehr stolz, fortan als eidgenössisch diplomierte Hotelière/Restaurateurin arbeiten zu dürfen.

 

Damals war ich schon Mutter eines Sohnes - den Zweiten trug ich unter meinem Herzen.

Ein kleines Hotel war bis dahin mein Ziel gewesen - aber wie so oft im Leben kam es anders.

Von Erziehung und kleinen Kindern verstand ich drum nicht viel und ich merkte, wie ich im Umgang mit meinem Sohn immer wieder an Grenzen stiess.

Ich kann mich erinnern, wie ich einmal bei mir dachte: "Wenn ich jetzt nicht dazu lerne, werde ich hier nicht weit kommen." 

Mir wurde in dieser Zeit auch bewusst, dass es für mich nicht mehr stimmte, Kinder "neben" einem quasi vierundzwanzig Stunden Job gross zu ziehen.

Also kehrte ich den Hotels dieser Welt meinen Rücken zu und bildete mich in Erziehungsfragen weiter.

 

Eigentlich hatte ich zu Beginn nur vor, mich ein "klein wenig" weiterzubilden.

Daraus wurde ein "Viel" und danach folgten die dazu gehörenden Ausbildungen.

Zuerst wurde ich Spielgruppenleiterin, etwas später diplomierte Montessori-Pädagogin und danach diplomierte Kleinkindererzieherin.

Ich gründete ein Kinderhaus nach der Philosophie von Maria Montessori und stieg ins Kurswesen und in die Lehrlingsausbildung ein.

 

Von Beginn an waren Kleintiere Bestand des Kinderhauses.

Wir hatten Katzen, Zwergkaninchen, Meerschweinchen, Kanarienvögel, Fische, zwei Hunde und einen Moment lang zwei Papageien.

Mit der Zeit kamen Ponys und Pferde dazu. Pferde hatten mich schon als ganz kleines Kind völlig in den Bann gezogen, nun konnte ich auch diese Passion ausleben.

Ich machte Aus- und Weiterbildungen im Natural Horseman Ship, in der Freiheitsdressur und klassischen Dressur und im Springen.

Viele Jahre habe ich Jahres- und Ferienreitkurse für Kinder und Jugendliche durchgeführt. 

 

Das Kinderhaus war in unserem Wohnhaus integriert - ich arbeitete somit "zu Hause". Dank der Weiterbildungen kam ich aber so auch regelmässig ausser Haus.

Mir machte das Lernen und auch das Arbeiten grosse Freude.  Auf diese Weise konnte ich verschiedene Sachen, die mir wichtig waren unter einen Hut bringen: die Familie, die Kinder, die Arbeit und meine Passion.

 

Alle Kinder, allen voran die Eigenen, lagen mir immer sehr am Herzen.

Auch heute noch empfinde ich die Arbeit mit Kindern als sehr wichtig und wertvoll. Sie ist unsere Zukunft. In meinen Augen sollten die Menschen in pädagogischen Berufen mit kleinen Kindern am besten ausgebildet, am angesehensten und sehr, sehr gut bezahlt sein. Leider ist dies nach wie vor nicht so. 

Mit dem Aufbau des Kinderhauses wollte ich den eigenen und anderen Kindern meinen Teil für eine gute, schöne Kindheit beitragen.

Nicht so, wie ich es bei mir als Kind empfunden hatte. 

Ich selber bin die Jüngste von vier Geschwistern. Mein Vater hatte sich nicht um mich gekümmert und als ich noch klein war, zog er von uns weg.

In meiner Vorpubertät starb mein Vater.

 

Ich bin als HSP (highly sensitive person; 20% der Bevölkerung in unseren Breitengraden) auf die Welt gekommen.

Das habe ich von meinem Vater geerbt - oder vielleicht sind alle Babys so und ich bin es einfach geblieben. Vielleicht hatte ich auch deshalb immer schon eine gute Intuition.

HSP zu sein, ist ein großer Segen für ein gutes Leben - aber nur, wenn man gelernt hat, damit umzugehen - ich hatte es nicht.

Meine Mutter ist das Gegenteil. Das konnte für mich langfristig nicht gut gehen.

Ich wurde leistungsorientiert und gefühlbezogen oberflächlich erzogen. So lernte ich mich anzupassen und vor allem einfach zu funktionieren.

Dabei lag mir viel daran, brav zu sein und es allen recht zu machen. Auf diesem Wege entging ich den Strafen, davor hatte ich nämlich grosse Angst. So gesehen war ich damals ein Feigling. Ich entschied mich lieber für den Weg, der mir Konflikt- und Konsequenzfreiheit versprach.

Diesem Entscheid entsprechend hat sich dann auch mein Leben und meine Umgebung entwickelt.

 

Natürlich war meine kindliche Wahl hin zum Wunsch der Konfliktlosigkeit naiv. Meine zweite Schwester war da viel mutiger, oder in meinen Augen verrückter. Immer wieder hat sie sich meiner Mutter widersetzt und dementsprechend die Konsequenzen davon getragen. Ich dachte jeweils nur - das will ich nicht. Dabei begann ich mehr und mehr, mich selber und mein wahres Wesen zu verleugnen. 

 

Heute ist mir klar, dass jeder Mensch von Natur her einzigartig ist. Das ist phänomenal!

Aber aus diesem Grunde haben die Menschen auch verschiedene Ansichten und Meinungen - egal in welchem Alter, egal in welcher Kultur. Konflikte und deren Folgen sind somit unausweichlich und eigentlich, in einem guten Sinne ausgetragen, eine Bereicherung für die ganze Menschheit.

 

In den letzten zwanzig Jahren habe ich mir unendlich viele Gedanken darüber gemacht, wer es wie machen sollte, was Eltern für eine Rolle haben, was die Kinder für Eine.

Heute denke ich, dass jeder - so oder so - seinen Weg geht und dass jeder vollkommen dazu ausgerüstet ist, seinen Weg gehen zu können.

 

Als Erwachsene kannte ich mich wegen dieser dauernden Selbstverleugnung folglich gar nicht wirklich. 

Ich funktionierte einfach. Dafür war ich darin richtig gut!

Als Jugendliche und Juniorin trainierte ich sechs Tage die Woche für gute Leistungen im Badminton. Später als junge Frau im Triathlon. "Nebenbei" ging ich zur Schule, arbeitete, machte Ausbildungen, bekam Kinder, ging eine Ehe ein und versuchte überall und immer mein Bestes zu geben.

Ich erreichte quasi immer meine, mir gesetzten Ziele und für Niederlagen hatte ich keine Zeit. Ich überging sie einfach. 

 

So in etwa lief mein Leben bis 2010.

 

2010 legte mich dann mein Körper völlig lahm. 

Ich hatte vorher zwar immer wieder ernst zunehmende Krankheiten gehabt, ja sogar zweieinhalb Nahtoderfahrungen, aber das war nicht genug gewesen, um mich aus meinem schlechten Schema heraus zu holen - ich machte einfach stur immer weiter - natürlich unbewusst und nicht in schlechten Absichten.

Heute weiss ich, dass das meine Art war, um keine Zeit für mich und meinem wahren Zustand zu haben. Es war willkommene Ablenkung, um vor mir selber davon laufen zu können.

 

Das ist im Fall kein Vorwurf oder gar eine Schuldzuweisung - weder mir selber noch Anderen gegenüber.

Es ist ein Auf-den-Tisch-legen von ungeschminkten Tatsachen.  

Ohne das geht es nicht.

Ohne darüber zu reden, ohne irgendwann die Tatsachen "auf den Tisch zu legen", ohne den Mut zu haben in den Spiegel zu schauen und dabei Blick zu halten, ohne zu lernen darüber zu reden, geht es nicht. Jedenfalls nicht, wenn man so sehr krank ist und wieder gesund werden möchte.

 

Dass ich es in meinem Leben stets versucht habe, so gut wie es mir möglich war zu machen, hat mir später sehr geholfen - vor allem, um mir selber verzeihen zu können.

Ohne verzeihen geht es auch nicht.

Verzeihen zu können - mir und anderen - war und ist immer noch für mich unglaublich wichtig - ich glaube sogar, im Ganzen gesehen, das Wichtigste.

 

Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass die Wahrheit die Schwester der Einfachheit ist.

Ja, das hören viele Menschen nicht gerne. Ich persönlich wollte diese Erkenntnis enorm lange nicht annehmen.

Ich hatte es sehr gerne kompliziert.

Heute denke ich, das ist so, damit wir besser unser "Vor-uns-selber-davonlaufen" vertuschen können.

Ein Mensch ist wohl in allen Belangen komplex, doch diese Komplexität ist im Grunde sehr einfach zu handhaben.

Das ist ja das Phänomenale am "Wunderwerk Mensch"!

 

Dass ich so sehr krank geworden bin, hatte Gründe. So etwas hat immer Gründe.

Gründe, die nur ich selbst in mir drinnen finden und auflösen konnte.

Gründe, die mich Schritt für Schritt zu mir selber und zur Wahrheit zurück führten.

Oft hat sich das angefühlt, als ob auf jeden dieser Schritte vorwärts, ein paar Schritte rückwärts folgten.

Mit der Zeit merkte ich, dass ich mich täuschte. Es geht generell immer nur vorwärts.

 

Irgendwann hatte ich es geschafft, die Wahrheit kennen zu lernen. Das war eines meiner Highlights!

Ich dachte: "So! Jetzt ist alles gut und ich am Ziel!"

Leider begannen damit die nächsten Probleme: Diese Wahrheit umzusetzen, zu dieser Wahrheit zu stehen, egal wer oder was sich dabei mir dabei in den Weg stellte. 

Dieser Teil meines Weges war wohl der Schwierigste für mich und dauerte am Längsten, denn dieser Teil verlangte von mir loszulassen.

Ich aber wusste gar nicht, wie das geht.

 

Eigentlich ist dieser Teil - wenn man denn loslässt - derjenige, der ganz von alleine geht und sich alles um einen drum herum von alleine ins Gute wendet.

Aber ich hatte enorme Mühe, Gutes anzunehmen und ebenso Mühe Altes los zulassen.

Generell habe ich mich in meinem "alten" Leben immer sehr schwer mit Veränderungen getan.

Ich hatte einen extrem sturen Kopf.

Dazu ein Herz, das sich trotz allem nicht unterkriegen liess und deshalb immer wieder dreinredete und sich durchsetzen wollte.

Durch meine Hochsensibilität waren zusätzlich all die Eindrücke, die mich konstant, wie hohe Wellen, von überall her überschwemmten.

Lange Zeit dachte ich, das sei bei allen Menschen auch so. Ich hatte absolut nicht gelernt damit umzugehen - so auch nicht mit Liebe, Umwelt, anderen Menschen - es überschwappte mich einfach und ich war konstant damit beschäftigt nicht unterzugehen.

Ich wusste damals nicht, dass es auch anders geht.

Es war für mich also kein Untergehen, sondern Normalzustand, mit dem ich zurecht zu kommen hatte.

Erst jetzt im Nachhinein, sehe ich mit Klarheit, wie das damals für mich war.

Mittlerweile habe ich gelernt zu filtern, was reinkommen kann, was nicht, wie ich mich abgrenze und schütze und was ich von mir persönlich weiter- oder preisgebe.

 

Hochsensibel zu sein hat übrigens nichts mit übermenschlich oder ausserirdisch zu tun.

Es ist einfach, dass diese Menschen ihre Gefühle und Emotionen intensiver spüren, als der Durchschnitt.

Das kann bei manchen Personen auch nur einzelne Sinnesorgane betreffen (z.B. den Geruchsinn) - es ist also eigentlich ein Plus für das Leben - wenn man denn gelernt hat, damit umzugehen. 

Ich bin auch hochsensitiv.

Ich denke, das ist die Folge des vielen Meditierens - oder vielleicht war ich es immer schon. Aber von so vielem Meditieren kommt das auch automatisch.

Hochsensitiv bedeutet: Mehr verschiedene Gefühle, Eindrücke, Energien wahrnehmen zu können, als der Durchschnitt - also eigentlich auch ein Plus für das Leben - wenn man denn gelernt hat, damit umzugehen.

Es gibt Menschen, die dieses Plus in ihrem Leben manipulativ benutzen und ausnutzen - das finde ich abscheulich!!

Zum Glück ist es nicht allzu schwer, sich vor solchen Personen zu schützen - der Gedanke innerer Überzeugung, so etwas nicht zu wollen und auch nicht zuzulassen, genügt meist.

 

Lange Zeit konnte ich nicht über mich und mein Leben reden.

Ich hätte von Gewalt, familieninternem Mobbing, Stalking, Hochleistungsdruck, Lieb- und Hilflosigkeit und vor allem von grossen Verlustängsten reden müssen.

Ich schämte mich für all das, was ich erlebt hatte.

Ich sah mich selber als Versagerin, schwieg lieber darüber, das obwohl ich extrovertiert generell viel redete. Ich versuchte es weiterhin einfach noch besser zu machen, mich noch besser weiter- und ausbilden zu lassen und weiter noch mehr an mir zu arbeiten.

So schluckte ich aber eigentlich alles in meinen Magen hinunter. Das war meine Wahl.

Dadurch habe ich auch das Verhalten derjenigen Menschen, die mir wirklich geschadet haben, in Schutz genommen. 

Ich hatte lange einfach noch keine Lösungen auf die Probleme meines Lebens - als Kind sowieso nicht.

Heute habe ich sie.

 

Als Erwachsene ist es an uns, die Verantwortung für uns selber und unser Leben zu übernehmen und selber zu entscheiden, welche Richtung wir künftig an den Wegkreuzungen wählen.

 

Ja, diesen - doch so wichtigen - Entscheid habe ich nicht freiwillig gefällt.

Mein Magen hat mich dazu gezwungen. Zu meinem Glück!

Von alleine hätte ich mich nie darauf eingelassen. 

Früher habe ich vor lauter nicht anders können, oft "in den Wolken gehangen" und an der Realität vorbei gelebt und gelitten.

Ich habe auch für all die Anderen mitgelitten und wollte ihnen ihre Last abnehmen.

 

Heute weiss ich, dass Jeder seinen eigenen Weg zugute hat.

Dass Jeder genau dazu ausgerüstet ist, seinen eigenen Weg gehen zu können.

Dass Jeder immer nur soviel zu tragen bekommt, wie er auch tragen kann.

Und vor allem, dass es wichtig ist, seinen eigenen Weg selber gehen zu dürfen!

 

Ich persönlich habe lange darauf gehofft, dass mir Andere meine Last abnehmen - so wie ich es für andere versucht habe zu machen.

Sehr lange habe ich darauf gezählt, dass mich Andere oder "ein Anderer" glücklich machen wird - so wie ich es für andere versucht habe zu machen.

Doch in Wahrheit liegt es an mir selbst, mich glücklich zu machen.

Es liegt an mir, meine eigene Last zu tragen und nur meine.

Es liegt an mir, meine eigenen Probleme zu lösen und nicht immer wieder auf den Wegen anderer herum zu hüpfen und dort drein zu pfuschen. 

Auf diese Weise sind mir heute meine Mitmenschen, ja meine ganze Umgebung eine Bereicherung!

 

Damals, als ich so krank war und die Diagnose bekommen hatte, glaubte ich zwei Wochen lang, dass ich wirklich nur noch ein paar Monate zu leben hätte.

Ich schwebte in diesem Zustand von gut wirkenden Schmerzmitteln und deren Nebenwirkungen so vor mich hin. 

Dann plötzlich - und ich erinnere mich, als ob es gestern war - spürte ich eine enorme Hitze in meiner Körpermitte.

Es war ganz rot, wie ein riesiges Feuer mit viel roter Glut, mitten in mir drinnen.

Mit der Zeit merkte ich, dass es Wut war.

Wut auf die Menschen, die sich das Recht genommen hatten, mir zu sagen, wie lange ich noch zu leben hätte!

 

Das ist doch Wahrsagen! Wo die Schulmedizin nichts mit alternativen Methoden und sowieso nichts mit Esoterik zu tun haben will.

Ich persönlich hatte immer schon etwas gegen Wahrsagen.

Ich finde, damit nimmt der Eine dem Anderen etwas Wertvolles weg.

Ich verstehe die Sehnsucht mancher Menschen, sich sagen zu lassen, was in ihrem Leben passieren wird - doch bin ich davon überzeugt, dass das nichts bringt, ausser Machtausübung des Einen über den Anderen. 

Meine Mutter hat auch diese Angewohnheit. Immer mal wieder hörte ich: "... wenn du das nicht so und so machst, dann wirst du so und so enden."

Als Kind glaubte ich alles, was mir meine Umgebung kommunizierte.

Heute distanziere ich mich von solchen Sachen.

Wie will jemand den Weg eines Anderen im Voraus kennen?

Jeder Augenblick gibt jedem Menschen neu die Möglichkeit, sich zu entscheiden, welchen Weg er nehmen möchte.

Wenn sich der Mensch natürlich einbildet, dass das, was andere Menschen über ihn behaupten wahr ist - dann ist es auch so für ihn und zeigt sich entsprechend. 

Warum sollte ein Mensch dem Anderen seinen Weg vorhersagen? Damit er Recht haben kann oder Macht über den Anderen ausüben kann? 

Ich brauche das nicht.

 

Es gibt Menschen, die denken, es ist eh alles vorgegeben und ergeben sich ihrem Schicksal.

Es gibt unendlich viele verschiedene Ansichten und Möglichkeiten das Leben anzugehen. Ich habe irgendwann mit grosser Erleichterung festgestellt, dass es auf dieser Welt für jede Meinung und Aussage mindestens eine Gegenmeinung und Gegenaussage gibt.

Das ist das Resultat der Einzigartigkeit des Menschen.

Ich denke, wichtig ist zu wissen, was man selber für eine Meinung hat und mit welchen Ansichten von Anderen man sich einverstanden erklärt.

 

Dies erzeugt, meiner Erfahrung nach, die Möglichkeit zu innerer Freiheit.

Und diese lässt einen dann gelassener vorgeschriebene Gesetze und Regeln annehmen, aushalten und damit leben.

Aktuelles Thema sind da die Covid19 Schutzmassnahmen und Einschränkungen und vor allem deren Auswirkungen.

Ich denke, genau hier kommt die naturgegebene Einzigartigkeit eines jeden Menschen in Klinsch.

 

Mir persönlich hat es enorm geholfen, diese innere Freiheit zu erlangen - seither bin ich eindeutig gelassener im Umgang mit Gesetzen, Vorgaben, Regeln und kann mich unterordnen ohne mich selber zu verlieren.

 

Ich vertrete die Meinung, dass die Einzigartigkeit eines jeden Menschen und somit der Mensch an sich nicht zu kritisieren oder zu bewerten ist. Jeder hat seinen berechtigten Platz auf dieser Welt und ist als das zu respektieren. 

Was man kritisieren darf und oft sogar muss (!), ist das Verhalten des Menschen.

Dieses geht manchmal gar nicht!

Das hängt aber nicht von Herkunft, Status oder Ausrichtung ab, sondern von der Einstellung dieses Menschen sich entsprechend aufführen zu können. 

 

Heute bin ich davon überzeugt, dass man nur seine eigene Meinung wirklich kennen und vertreten kann, für die eigenen Gefühle einstehen und das eigene Empfindungen äussern kann.

Natürlich kann man die Meinung eines Anderen oder anderer vertreten, aber

man kann nicht die ganze Wahrheit über einen anderen Menschen kennen und deshalb in diesem Sinne nur "Vermutungen" äussern. Dies auch, wenn man sich schon lange kennt.

 

Wenn man es so sieht, werden Bekanntschaften und generell das Leben nie langweilig. Immer wieder kommen Überraschungen und neue Aspekte zum Vorschein.

Für mich ist das heute etwas ganz Wunderbares!

 

Früher konnte ich gar nichts mit Überraschungen anfangen - ich musste (unbewusst) dauernd befürchten, dass die nächste übermächtige Welle mich überflutete und mir unter Wasser den Atem zum Überleben nahm.

Irgendwann bin ich auf meinem Weg hierhin zur Arbeit mit Liebe gekommen. Ich habe gelernt, was es für verschiedene Arten von Liebe gibt und was sie bewirken - vor allem was sie in mir bewirken. 

Ich habe gelernt wie mächtig Liebe wirklich ist und wie man sie einsetzen kann.

 

Dieses Wissen lässt mich klar von Meinungen distanzieren, die Liebe als alleinige Therapieform bei Krankheiten einsetzen. Davon halte ich nichts.

Ich unterstütze aber uneingeschränkt die Meinung, dass Liebe ein enorm grosser Förderer unseres Wohlbefinden ist - und dies in all unseren Lebensbereichen.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es sehr effizient im Sinne dieses Wohlbefindens ist, an der Qualität und dem Einsetzen seiner eigenen Liebe zu arbeiten.

 

So habe ich zu Beginn erst einmal gelernt, mich selber zu lieben - und zwar so, wie ich bin.

Das war quasi nicht machbar für mich. Ich hatte immer etwas an mir auszusetzen, war nie gut genug und ertappte mich dauernd dabei Fehler zu machen und dann machte ich mir darauf hin die grössten Vorwürfe. Das war selbst zerstörerisch.

Noch heute bin ich sehr selbstkritisch, aber heute in einem positiven Sinn: selbst reflektiert und vor allem tue ich mir nicht mehr diese Vorwürfe an.

 

Bei meiner Arbeit mit der Liebe habe ich gelernt, dass man auf diese Weise unter Wasser atmen kann. Das fühlt sich grandios an - obwohl es beim ersten Versuch für mich so war, als ob ich mich bewusst ertränken wollte. Das hat enorm viel Mut gekostet.

Doch das, was für (zum Glück) viele Menschen selbstverständlich ist, ist wirklich so: ist man in Liebe getragen, kann man unter Wasser atmen.

Also das mit dem "unter Wasser atmen" meine ich hier natürlich symbolisch.

Dieses "unter Wasser atmen können" hat nicht meinen Krebs kuriert, aber ganz klar den Heilungsprozess und mein Wohlbefinden unterstützt.

 

Ich habe immer wieder bei anderen Person gesehen, dass für Erwachsene, die als Kind grundsätzlich geliebt und getragen waren, dies eine Art Selbstverständlichkeit und tragfähiges Fundament ist, welches Ihnen selber gar nicht auf diese Weise bewusst ist. Man kann dann einfach darauf aufbauen. 

Bei mir war dieses Fundament nur kläglich vorhanden und ich musste es Stein für Stein selber bauen.

In dieser Zeit gingen mir oft eifersüchtige Gedanken durch den Kopf: "Wieso habe ich all das, was die Anderen haben, nicht auch?!" 

Ich ertrug kein Liebespaar, keine glückliche Familie oder auch sonst keine zufriedenen Menschen. Es gab mir jedes Mal einen enormen Stich in mein Herz.

 

Je mehr ich den Weg zu mir selber und immer weiter in mich hinein fand, wurde mir immer bewusster, dass es gar nicht stimmte, was ich da oft gedacht hatte.

Es stimmte nicht, dass es den Anderen grundsätzlich besser erging als mir - es war einfach bei den Anderen anders.

Ich fing an, zu sehen und schätzen, was ich selber in und um mir hatte - und ich merkte, dass dies ziemlich viel war.

Ich merkte: Auf das liess sich auch aufbauen.

 

Zuerst kam zwar noch eine Phase der Ablehnung - denn ich musste mich zuerst daran gewöhnen, dass ich eigentlich einen riesigen und wertvollen Schatz in mir trug.

Vor allem musste ich zuerst lernen, Gutes, Schönes, Zärtliches und Wunderbares anzunehmen und auszuhalten. Das war für mich sehr schwierig und langwierig.

Zu sehr waren da noch im Hinterkopf meine Gedanken aus alten Erfahrungen. 

Mit der Zeit und viel, viel Meditation guter Gedanken fand ich dann zum Vertrauen in diese Welt und in mein Leben zurück.

Ich liess langsam wieder Wissen und Ansichten anderer Menschen zu und bekam daraus heraus neue Erfahrungen. Diese führten mich mit der Zeit zu der Gewissheit, dass alles gut ist und ich mit den Widrigkeiten, welcher Art auch immer, zurecht komme.

So konnte ich dann mit der Zeit auch langfristig Gutes aushalten - eigentlich genauso, wie ich es gelernt hatte Schmerzen oder unschöne Zustände auszuhalten.

 

Noch heute meditiere ich täglich - nicht mehr so viel wie früher - doch mindestens eine Stunde täglich, meistens länger.

Ich nehme mir Zeit dafür, weil es mir für mich wichtig ist.

Mein Tag beginnt immer noch in den frühen Morgenstunden zwischen vier und fünf Uhr mit Meditation. Danach bin ich fit für alle anstehenden Denk Arbeiten und danach für meinen Alltag. Abends, vor dem zu Bett gehen, lasse ich den Tag dann auch in Stille ausklingen.

Ich geniesse die Dunkelheit und Ruhe dieser Stunden in vollen Zügen.

Vernachlässige ich dies, häufen sich meine Gedanken, Eindrücke und Gefühle und es entsteht so eine Art Stauung in mir drin, wobei sich dann das Angehäufte in meine Einschlafphase drängt und mich nicht schlafen lässt. Also lasse ich es gar nicht so weit kommen.

 

Mein Meditieren ist für mich etwas Persönliches und nur für mich oder mit einzelnen Menschen in Liebe zu zweit. Das ist dann wie zu zweit Schweigen können - sehr, sehr schön.

Es ist mir aber auch früher nie in den Sinn gekommen, in der Gruppe zu meditieren. Wenn ich unter Menschen bin, will ich nicht das, was ich zur Genüge zu Hause habe, sondern Kontakt, Austausch, Abwechslung, Anregung, Spass, Gespräche etc.

Wohl gebe ich beruflich mein Wissen weiter, aber ich meditiere nicht mit meinen Klienten und biete auch keine Meditationskurse an.

 

Manche Menschen denken, sie könnten sich den ganzen Tag, ja ihr ganzes Leben lang den Eindrücken und Einflüssen ihrer Umwelt aussetzen, ohne sich Zeit für Musse, Erholung und einfach "nichts machen" zu nehmen.

Vor allem in den Bereichen unserer Gesellschaft, wo Erfolg, Ansehen und Macht gross geschrieben sind, schaffen es nur Wenige nachhaltig mitzuhalten und gleichzeitig sich selber treu zu bleiben, gesund und glücklich zu sein.

Ich habe es an mir selber erlebt, aber auch immer wieder bei anderen gesehen: Erfolg zu erreichen ist nicht das Kunststück, sondern diesen nachhaltig zu wahren und dabei gesund, fit und glücklich (nicht einfach nur zufrieden) zu sein.

 

Wie schon angesprochen, denke ich, können wir nicht erwarten, dass andere uns vollkommen verstehen.

Für mich war es so, dass ab dem Moment ich angefangen habe, mich selber zu verstehen, ich auch angefangen habe, mich selber zu lieben - und zwar so, wie ich wirklich bin.

Damit habe ich angefangen zu mir und zu dem was ich bin zu stehen und ab diesem Moment war ich nicht mehr darauf angewiesen, dass mich andere vollkommen verstehen müssen. 

 

 

Noch ein paar Mal auf meinem Weg habe ich diese rote Hitze erlebt, aber nie mehr so intensiv, wie beim ersten Mal.

Kurz nach diesem heissroten Wutball in mir drin, sah ich im Fernsehen einem Dokumentationsfilm über die Shaolin Mönche.

Sie zerschmetterten sich Bretter über den Köpfen oder meditierten stundenlang in eiskalten Bergbächen ohne dabei Schmerzen zu empfinden.

Ich dachte: "Was die können, kann ich auch!"

Natürlich war das völlig am Verstand vorbei gedacht - doch dies war der Grundstein zu meiner vollständigen Genesung.

Ab dem Moment fing ich an zu meditieren.

Wohlverstanden, ohne mich auf Theorien oder Methoden anderer einzulassen - ich hatte ja kein Vertrauen in niemanden und nichts mehr.

Ich suchte den Weg einfach selber.

Vielleicht deshalb ging das ganze Prozedere bei mir so lange, weil ich alles allein herausfinden wollte/sollte.

 

Nach und nach baute ich mich auf diese Weise auf. Dabei konzentrierte ich mich absolut nicht auf meine Krankheit. Ich informierte mich auch nicht darüber.

Zu Beginn war mein einziges Ziel schmerzfrei zu werden. Ich hatte keine Gedanken betreffend einer eventuellen Genesung, absolut keine.

Ich hatte damals einfach nur Schmerzen. Riesige Schmerzen. Ich hatte die dazu passenden Schmerzmittel aber diese hatten Nebenwirkungen, die mir noch weniger gefielen und da ich bei den Shaolin Mönchen gesehen hatte, dass es möglich ist, sich schmerzfrei zu denken, war dies mein einziger Fokus.

Dazu baute ich mir zwei kleine Sätzchen, hängte sie aneinander und wiederholte sie quasi ununterbrochen: "Ich bin vollkommen schmerzfrei und komplett entspannt."

Damit es mir nicht langweilig wurde, kombinierte ich die Wort- und Satzstellung. Dies ergab dann vier verschiedene Möglichkeiten.

Noch heute, wenn ich diesen Satz sage, spüre ich, wie mein Körper reagiert, sich meine Schmerzhormone in mir freimachen und die Muskeln sich entspannen.

Heute benutze ich dieses Mantra aber nicht mehr, auch nicht, wenn ich Schmerzen habe. Heute weiss ich, dass mir Schmerzen etwas mitteilen wollen und ich gehe direkt in sie hinein.

Damals aber wiederholte ich diese Sätzchen - quasi ununterbrochen.

 

Mit den Wochen wurde der Schmerz tatsächlich weniger. Zuerst merkte ich es gar nicht. Erst, als mich die Nebenwirkungen einmal derart nervten, dass ich mich demonstrativ gegen eine weitere Einnahme der Mittel stellte.

Da merkte ich nach einem ganzen Tag, dass der Schmerz auszuhalten war.

So ging es dann Stück für Stück Richtung Absetzung der Medikamente.

Das Gute in der Zeit war, dass mir niemand reinredete. Ich hatte zu Beginn niemandem von dem Krebs erzählt und von medizinischer Seite hatte ich auch freie Bahn - ich konnte machen, was ich wollte - ich war ja abgeschrieben.

Irgendwann war ich dann wirklich auf dem Weg zur Besserung!

Bis ich aber Gedanken an eine Genesung fasste, vergingen noch einmal viele Monate.

Unterdessen die Schmerzen aushaltbar geworden waren, baute sich ein anderes Problem auf. Ich konnte nicht mehr schlafen.

Wenn ich die Medikamente einnahm, konnte ich zwar schlafen, doch dies war eher eine Art eingeschläfert sein.

Hielt ich die Schmerzen aus, tat es trotzdem zu weh um mehr als ein, zwei Stunden zu schlafen. Das ging monatelang so, bis ich dann mal auf drei Stunden Schlaf kam. 

Ein anderes grosses Problem war (natürlich) die Nahrungsaufnahme. Mein Magen und Verdauungstrakt rebellierten dauerhaft. Eigentlich vertrug ich gar nichts mehr. Und eigentlich wollte ich auch gar nichts essen. Das ging aber auch nicht, den sonst hätte ich ja keine Kraft mehr gehabt und das wollte ich nicht - ich wollte mich nicht einfach so aufgeben. 

 

Heute kann ich wieder alles essen und ich geniesse es auch. Es ist Luxus für mich, keine Diäten machen zu müssen, nicht mehr wählerisch sein zu müssen und ein wenig Speck auf den Rippen zu haben. 

Heute geniesse ich generell mein Leben, dies auch wenn es nicht immer so läuft, wie ich es gerne hätte oder vor hatte. Man lernt eben nach solch schwerer Krankheit alles etwas anders zu sehen, als vorher.

 

Auf meinem Weg zur Genesung verbrachte ich damals fast die ganze Zeit damit, Antworten und Lösungen auf meine Fragen und Probleme zu finden. 

Dabei wandte ich die Methode "wahr/nicht wahr" an. 

Das ist grundsätzlich ganz einfach und für Jeden machbar:

Denke einmal z.B. daran, was du heute gefrühstückt hast.

Vielleicht waren das Haferflocken mit Milch oder nur einen Kaffee oder gar nichts.

Dies ergibt in dir drinnen ein Gefühl.

Das ist das Gefühl der Wahrheit, denn es ist ja wahr. Das speicherst du ab.

Dann lügst du und sagst etwas, was du nicht gefrühstückt hast, z.B. Grüntee und Brot.

Das erzeugt ebenfalls ein Gefühl in dir drinnen.

Es fühlt sich anders an. Das ist das Gefühl der Unwahrheit. Weil du dich ja gerade angelogen hast.

Dieses Gefühl speicherst du auch ab.

So. Und damit lässt sich nun arbeiten. 

So habe ich das gemacht. Diese Lösung habe ich damals für mich gefunden. Ich stellte mir die Fragen meines aktuellen Problems und testete die verschiedenen Antworten, die mir dazu in den Sinn kamen ab.

Zu Beginn ging das Ewigkeiten!! Manchmal suchte ich monatelang nach Lösungen und Antworten und das nicht nur zwischenzeitlich, sondern hauptzeitlich.

Heute kann ich mir das gar nicht mehr vorstellen! Auch nicht, dass ich das wirklich durchgezogen habe. Aber damals blieb mir eigentlich nicht viel anderes übrig.

 

Mit der Zeit und der vielen Übung, wurde ich richtig gut. 

Es ergab sich wie von alleine, dass ich im Erfolgscoaching landete. 

Damals war mir nicht ganz bewusst, wie und was ich da machte.

Ich konnte es auch nicht in Worte fassen. Ich befasste mich nicht damit, zu analysieren, was ich wie machte, sondern es ging rein darum die Lösungen zu meinen Fragen und Problemen zu finden.

Dass ich krank war, hatte ich nach etwa einem halben Jahr nur meiner engsten Familie erzählt - wie auch hätte ich meinen Kindern erzählen sollen, dass ich noch drei Monate zu leben hätte?! - meine Jüngste war damals gerade mal zehn jährig, ich lebte in Trennung und fand die Kinder hatten schon genug erlitten.

Also konnte auch niemand wissen warum und was ich da machte.

Ich wollte auch nicht, dass es sonst noch jemand erfährt - dies machte mir panische Angst.

Erst nach Jahren habe ich angefangen einzelnen Personen davon zu erzählen - heute ist es kein Geheimnis mehr und ich kann ohne jeglichen Stress, jedem der es gerne wissen möchte, davon erzählen.

Dieses dauernd in Meditation meine Antworten suchen war gleich einem Orchester-Dirigenten, der von Grund auf die verschiedenen Instrumente und deren Töne lernt zu erkennen und mit der Zeit ohne Mühe sagen kann, dass die fünfte Geige vorne links, soeben einen falschen Ton gespielt hat.

 

Anderen zu sagen, was sie tun sollten, um erfolgreich ihre Ziele zu erreichen, war in diesem Sinne relativ einfach für mich.

Doch kam ich nicht wirklich mit dem Erfolg zu recht und war dabei auch nicht glücklich.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nicht optimal gelernt, mit meiner Hochsensibilität umzugehen, was es zusätzlich schwierig für mich machte.

Oft hatte ich das Gefühl, dass durch mein Tun ich als irgendwie überirdisch oder übermenschlich angesehen wurde und mich meine Umgebung auch als das benutzen wollte.

Ich fühlte mich nicht wohl dabei, denn meine Fertigkeit war ganz einfach Resultat von immens viel Training.

 

Zweieinhalb Jahre nach der Krebsdiagnose dann, war ich medizinisch gesehen gesund! 

Das heisst die Ursachen und ihre Symptome wie die Metastasen und das Karzinom waren wieder weg.

Heil war ich noch nicht. Also mein Körper funktionierte zwar wieder, doch wie mit enormen Muskelkater nach einem strengen Wettkampf.

Auch die Tiefenursachen, also warum ich überhaupt in meinem Leben immer wieder krank geworden war und dies mit steigend gefährlicher Tendenz, diese Tiefenursachen waren quasi noch gar nicht abgebaut.

Damit begann dann für mich der eigentliche Heilungsprozess.

Genau gesagt, erst ab dem Moment ich mir selber einwilligte in die Tiefe zu gehen, den Ursachen auf den Grund zu gehen, die weggedrückten Erlebnisse und Gefühle hervorquellen zu lassen, anzunehmen und aufzulösen. Das hatte ich bis dahin nur so halb gemacht.

Dieser Schritt war für mich immens schwer. Es vergingen Jahre, bis ich dies hundert Prozent und voll bewusst mit mir machte. Solange zog ich lieber vor andere zu coachen.

 

Dann aber, einmal entschieden, zog ich mich mehr und mehr zurück, hörte mit dem Coachen auf und absolvierte stattdessen eine Schriftsteller Ausbildung.

Ich wollte immer schon Bücher schreiben.

Fast völlig zurück gezogen, löste ich dann meine Tiefenursache, oder jedenfalls den grössten Teil davon, auf und fand endlich konstanten inneren Frieden und mein eigenes zufriedenes Glücklich sein.

 

So zog es mich wieder zum Coaching zurück. Es ergab sich einfach so.

Ich spürte, wie es mich erfüllte, andere mit meinem Wissen zu unterstützen und Mut machen zu können.

Aber ich wollte nicht mehr, wie ich es früher gemacht hatte.

Da fand ich den Weg zur Kinesiologie-Ausbildung. Ich kannte diese Methode der Komplementär Therapie schon von früher her und begriff, dass genau diese Methode - vor allem der kinesiologische Muskeltest - mir zu meinem Glücklichsein im früheren Coachen gefehlt hatte.

Damals hatte ich meine Intuition und dieses Abfragen von "wahr/nicht-wahr" angewandt, mit der Folge, dass meine Klienten immer unselbstständiger wurden und einfach nur das machten, was ich sagte - es hatte ja Erfolg.

Aber es war nicht das, was ich wollte! Ich wollte, wie schon damals bei den Kindern im Kinderhaus, den Menschen helfen, es selber tun zu können und nicht ihnen einen von mir definierten Weg vorgeben.

Mit "Hilf mir es selbst zu tun" hatte Maria Montessori einmal ihre Pädagogik umschrieben. Es ging darum, die Umgebung der Kinder so zu gestalten, dass sie "es" selber tun können. Und genau dies entsprach mir und meinem Wesen.

Im früheren Coaching war ich nicht glücklich geworden, weil ich meinen Klienten nicht das gegeben oder ermöglicht hatte, was sie in diesem Moment wirklich gebraucht hätten um nachhaltig sein zu können, sondern einfach nur die Lösung für den direkten Weg zu kurzfristigen Zielen.

Meine Klienten waren damit glücklich - ich nicht, weil ich sah, wie sie langfristig nicht gesund blieben und vor allem nicht wirklich nachhaltiges Glücklich sein fanden.

 

Heute unterstütze ich meine Klienten als Art Dolmetscher ihrer eigenen Sprache.

Ich stelle meine Erfahrung und meine Werkzeuge zur Verfügung und eruiere mithilfe des kinesiologischen Muskeltests, was diese Person in diesem Moment wirklich braucht.

Auf diese Weise kommen die Klienten selber an ihre Lösungen heran - oft werden ihnen diese Lösungen bewusst, manchmal auch nicht.

Dieses Vorgehen hat bewirkt, dass meine Klienten heute - die Hauptrolle einnehmen und die Erfolge der Behandlungen durchwegs nachhaltig positiv sind.

Ich bin sehr glücklich darüber, diese Möglichkeit gefunden zu haben und jetzt wieder aktiv Menschen bei der Auflösung ihrer Probleme und Blockaden zu unterstützen.

 

Auf diese Weise hat sich die Kinesiologie mittlerweile als eines meiner Werkzeuge fest etabliert. 

Aktuell bilde ich mich vom Kinesiologie-Practicioner KT zum Kinesiologie-Master KT weiter.

Damit sind dann meine Dienstleistungen auch von den Krankenkassen anerkannt und das ist für mich im Sinne meiner Klienten ein lohnenswertes Ziel.

Abgesehen davon, habe ich viel Freude daran noch einmal die Schulbank zu drücken.

Vor allem der Lernstoff des medizinischen Wissens und die Theorien der Ausgleichsmethoden haben mir sehr geholfen in Worte zu fassen, was ich vorher nicht in Worte fassen konnte.

 

Obwohl ich mich durch das viele Meditieren automatisch spirituell weiter entwickelt habe, wende ich diese Art von Intuition nicht beruflich an.

Für mich gehört sie zu meinem ganz privaten Schatz, welchen ich auch als diesen wahre. 

  

Aktuell nun ist Corona-Zeit.

Für uns alle eine grosse Herausforderung mit vielem, was wir so noch nicht kennen. 

Ich habe diese Herausforderung angenommen und versuche das Beste daraus zu machen.

Anfangs hatte ich Mühe mit den Schutzmassnahmen wie Distanz zu wahren, nicht automatisch Hände zu schütteln oder Menschen nicht mehr umarmen zu dürfen. Doch mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt.

Ich finde es wichtig die Schutzmassnahmen einzuhalten und so mich selber und andere zu schützen.

Auch finde ich, dass Masken tragen, Hände waschen, Distanz halten und momentan eher zu Hause bleiben für mich weitaus weniger schlimme Einschränkungen sind, als ich sie in anderen Zeiten erlebt habe. Ich komme gut damit zurecht.

Finanziell war aber der Lockdown für mich ein Desaster.

Doch gleichzeitig öffnen sich überall Türen, die vorher vielleicht nicht einmal existiert haben.

So konnte ich mir meinen langjährigen Wunsch erfüllen, wieder in der Kinderbetreuung tätig zu sein. 

Ich stiess bei meiner Suche nach einer zusätzlichen Verdienstmöglichkeit auf die Freizeitbetreuung der Stadt Zug und es ergab sich für mich die Möglichkeit, künftig einen Teil meiner Zeit dort einbringen zu dürfen.

Ich bin glücklich über diese Möglichkeit zusätzliches Geld zu verdienen und von so viel Abwechslung und interessanten Menschen profitieren zu können.

Ich habe gemerkt, wie das mir als zweites Standbein frische Energie und Schwung für meine Arbeit in der Praxis gibt.

Als drittes Standbein habe ich während dem Lockdown meine Schriftstellerei wieder aufgenommen.

Ich liebe es Bücher zu schreiben!

Ich habe verschiedene Ideen und bin nun dabei, diese bis zur Veröffentlichung umzusetzen.

 

mM und allem voran guteGedanken© gaben mir in der Zeit des Lockdowns, wie auch jetzt, die nötigen guten Gefühle, Freude, Sicherheit, Motivation und Kraft. 

Manches in meinem Leben ist heute noch nicht so, wie ich es gerne hätte und ich arbeite daran.

Manchmal holt mich auch mein "altes" Leben ein - diese Momente sind dann besonders bitter und schwer für mich.

Doch habe ich gemerkt, dass ich dabei jeweils in meiner Mitte bleibe und spüre, wie die felsenfeste Gewissheit, eine gute Lösung für mich und die Situation zu finden, da ist. 

 

Im Ganzen gesehen, bin ich unendlich froh, nie aufgehört zu haben, durchzuhalten und an das Gute zu glauben.

Schlussendlich habe ich gelernt Missstände als Chance zu sehen, das Schöne, Gute und die Liebe anzunehmen. Und ich habe gelernt, dass es nichts Unmögliches gibt!

 

Heute weiss ich, dass es immer einen guten Weg gibt und ich weiss auch, dass man diesen findet!

 

Heute gibt es für mich nur noch individuelle Wege dorthin, wo wir wirklich hin möchten.

Und auch wenn diese Wege manchmal holprig und teils noch verstellt sind, darf man sich deswegen nicht davon abbringen lassen - dafür möchte ich Anderen mit meiner Geschichte Mut machen.

 

Heute gehe ich meinen persönlichen Weg, kann mit den Wolken schweben und gleichzeitig mit beiden Füssen fest in Mutter Erde verankert sein.

 

Deine Eli